Kein Pardon für Produktpiraten

Fälschern auf der Spur.  ©WZV/Grohe

Fälschern auf der Spur.

©WZV/Grohe


Mit dem guten Namen und innovativen Ideen anderer Unternehmen verdienen Produktpiraten leichtes Geld. Laut einer Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young kostet der Ideenklau allein die europäische Konsumgüterindustrie jedes Jahr 35 Milliarden Euro. Weltweit beträgt der Umsatz mit gefälschten Produkten nach Schätzungen der Internationalen Handelskammer bis zu 600 Milliarden Dollar. Der VDMA schätzt die Umsatzeinbußen der deutschen Sanitärarmaturenindustrie auf 70 Millionen Euro im Jahr. Im Kampf gegen Marken- und Patentrechtsverstöße hat sich das Grenzbeschlagnahmeverfahren des deutschen Zolls bewährt.

Zum Schutz des Markenzeichens Edelstahl Rostfrei setzt auch der Warenzeichenverband (WZV) auf dieses Instrument. Die erfolgreiche Fahndung nach Markenpiraten auf der Konsumgütermesse Tendence im Herbst 2010 verstand der WZV als Impuls für die Teilnahme an weiteren Messebegehungen im laufenden Jahr. Im Februar wurden auf der Ambiente in Frankfurt 1.073 Aussteller der Bereiche Küche und Wohnaccessoires kontrolliert. Zwei Tage lang untersuchten 20 Zöllner und 17 Vertreter betroffener Firmen und Verbände verdächtige Stände. An 41 Ständen wurden sie fündig und die gefälschten Produkte ebenso wie Kataloge sichergestellt. Insgesamt 500 Fälschungen gingen dabei den Fahndern ins Netz. Einen Monat später nahmen 33 Zollbeamte und 44 Vertreter von Schutzrechteinhabern, darunter wiederum der WZV, in Frankfurt 877 Stände auf der Internationalen Fachmesse für Sanitär-Heizung-Klima (ISH) ins Visier. Dieses Mal entdeckten sie bei 64 Ausstellern Verstöße gegen Produkt- oder Markenrechte. Auch hier wurden die Produkte und Verkaufsunterlagen beschlagnahmt. Die Anbieter erhielten neben einem sofort zu entrichtenden Bußgeld in Höhe von 1.500 Euro eine Strafanzeige. Verschiedene Fernseh- und Hörfunkteams begleiteten die Fahnder und berichteten über die spektakuläre Aktion gegen Plagiate und Fälschungen. Minderwertige Produkte mit gefälschtem Warenzeichen bedeuten für die qualitätsorientierten Mitglieder des WZV nicht nur Umsatzverlust, sondern bringen sie beim Verbraucher auch in Misskredit. Mit den aufwändigen Kontrollen durch den Zoll auf den einschlägigen Messen leistet der WZV deshalb einen wertvollen Beitrag zum Schutz und Image seiner Mitgliedsunternehmen.

 
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