Steile Karriere: 100 Jahre Edelstahl Rostfrei

Zu Wasser, Luft und Lande einfach unverzichtbar

Alles glänzt: Ob Bad oder Küche, Tor oder Theke, Aufzug oder Straßenbahn – Edelstahl Rostfrei mit Qualitätssiegel ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckten die Forscher Benno Strauß und Eduard Maurer, Mitarbeiter der Krupp-Forschungsanstalt in Essen, den Werkstoff Edelstahl und starteten damit den weltweiten Siegeszug nichtrostender Stähle. 1912 wurde die Erfindung der Essener Experten mit Patenten geschützt. In schneller Folge eroberte der Werkstoff immer neue Anwendungen. 1958 wurde das Warenzeichen Edelstahl Rostfrei als heute international geschütztes Markenzeichen ins Leben gerufen. Wer dieses Siegel tragen darf, hat sich zu fachgerechter Materialauswahl und sachgerechter Verarbeitung verpflichtet. Quer durch alle Branchen kennzeichnet das Siegel Produkte mit diesem Qualitätsversprechen.

In der Getränke-

In der Getränke-

industrie überzeugen

Systeme aus nicht-

rostendem Stahl.

© WZV / Ernst Möschle

Durch die Kombination der Eigenschaften rost-, säure- und hitzebeständig in einem Werkstoff, der auch in den weiteren Verarbeitungsschritten wie Schweißen und Umformen die hohen Anforderungen der Industrie Anfang des vorigen Jahrhunderts erfüllte, wurden viele Prozesse wirtschaftlich. Heute stehen über 120 Edelstahl Rostfrei-Sorten für die unterschiedlichsten Einsatzbedingungen und Anwendungen zur Verfügung. Mit Abstand am meisten verbreitet sind auch 100 Jahre nach ihrer Entdeckung austenitische nichtrostende Stähle. Ausgang war der von Benno Strauß erfundene Chromnickelstahl V2A, der dem heute weltweit am meisten produzierten Werkstoff 1.4301. Die Entwicklung wirtschaftlicher Herstellungs- und Verarbeitungsverfahren konnte mit dem schnellen Markterfolg des Edelstahls in den 20er-Jahren des vorigen Jahrhunderts kaum Schritt halten. Der entscheidende Durchbruch kam mit der Erfindung von Lichtbogenöfen. Die spätere Umstellung der Schmelztechnik auf ein zweistufiges Produktionsverfahren Anfang der 60er-Jahre senkte die Herstellungskosten nochmals und erweiterte zugleich das Eigenschaftsspektrum nachhaltig.

Glänzend in Chemie

Treibende Kraft bei der Erfindung von Edelstahl war die chemische Industrie. Aus Blechen geschweißte Behälter, Armaturen, Pumpen, Rohre, Wärmetauscher oder Zentrifugen aus Edelstahl eroberten den Markt wie im Fluge. Ob in der Säureherstellung, zur Textilfaserproduktion, in der Petrochemie, in Kläranlagen oder in der Lebensmittelindustrie: Das Anwendungsspektrum chemikalienresistenter und temperaturbeständiger nichtrostender Stähle mit Qualitätssiegel ist heute nahezu grenzenlos. Einen entscheidenden Beitrag zur Sicherheit leistet Edelstahl beispielsweise in Tankschiffen mit mehrschaligen Tanks zum Transport von Chemikalien, tiefgekühlten Gasen oder Lebensmitteln.

Gute Noten in Trinkwassersystemen

Zunehmend setzen sich im Wettbewerb gegen Rohre, Fittings oder Abzweigungen aus Eisen und verzinktem Stahl, Kupfer oder Kunststoff durchgängige Systeme aus nichtrostendem Stahl in Trinkwassersystemen durch. Als zuverlässiger Schutz gegen durchrostende Leitungen, gelöste Schwermetalle und Metallionen im Trinkwasser gewährleisten sie einen absolut sicheren Betrieb. Das Qualitätssiegel gibt Anwendern und Verbrauchern das gute Gefühl langer Produktlebensdauer und fehlerfreier Prozesse.

Spitzenleistung im Bauwesen

Als Baustoff gefragt: Edelstahl Rostfrei

Als Baustoff gefragt: Edelstahl Rostfrei

am Atomium in Brüssel.

© WZV / Martina Helzel

Als Baustoff war Edelstahl Rostfrei schon sehr früh gefragt. Den Anfang machte 1929 das Chrysler Building in New York, dessen Haube bis heute 4.500 großformatige Schindeln aus nichtrostendem Stahl zieren. Ob die Petronas Towers in Kuala Lumpur, das Atomium in Brüssel, der Burj Khalifa in Dubai oder das One World Trade Center in New York: Edelstahl unterstreicht Charakter und Bedeutung der Wolkenkratzer. Dieser Drang zu Höherem wurde bereits über 100 Jahre zuvor gelegt, als in Amerika mit der Erfindung des Aufzugs die dritte Dimension in den Gebäuden begehrlich wurde. Fahrstuhlkabinen, Bedienpanels und Schachttüren sind heute mehrheitlich aus Edelstahl. 1920 entstand die erste Rolltreppe in heutiger Form und brachte neben den Menschen auch den Werkstoff Edelstahl weiter nach oben. Weltweit decken nichtrostende Stähle das gesamte Spektrum der Architektur ab. Rostfrei, pflege- und wartungsarm, witterungsbeständig und im höchsten Maße – auch im Verbund mit anderen Baumaterialien – belastbar, ist der Werkstoff durch lange Lebensdauer und minimale Unterhaltungskosten nachhaltig ökonomisch.

Großes Talent auf Schiene und Straße

Festigkeit bei geringer Materialdicke

Festigkeit bei geringer Materialdicke

machen Edelstahl Rostfrei zum Werkstoff

der Wahl im Automobil- und Eisenbahnbau.

© WZV / Outokumpu

Schon früh erkannte auch die Automobilindustrie das Potenzial von Edelstahl Rostfrei. Seit den 50er-Jahren werden Auspuffteile aus nichtrostendem Stahl gefertigt. In Systemen zur Kraftstoffeinspritzung, Rußpartikelfiltration oder Abgasbehandlung ist der Hochleistungswerkstoff mit Qualitätssiegel schon lange unverzichtbar: Verarbeitet zu dünnen und damit leichten Bauteilen senkt er Werkstoffkosten, Fahrzeuggewicht und Kraftstoffverbrauch. Nicht von ungefähr ist Edelstahl Rostfrei deshalb auch seit den 50er-Jahren bei Schienenfahrzeugen weltweit am Zug. Ob U-Bahn oder Straßenbahn, Nahverkehrs- oder Hochgeschwindigkeitszüge der neuesten Generation – die hochwertige Optik und robusten Oberflächenstrukturen nichtrostender Stahlbleche erlauben den Verzicht auf eine Außenlackierung und machen die Wagen insgesamt unempfindlicher gegenüber Vandalismus.

Überflieger mit Tiefgang

Auch im Flugzeugbau setzte Edelstahl Rostfrei seinen Höhenflug fort. So stabilisierte der Werkstoff die Quer- und Seitenruder des legendären Überschallflugzeugs Concorde, landete mit der Apollo 11-Mission mit den ersten Menschen auf dem Mond oder sorgt in Triebwerken der heutigen Langstreckenflugzeuge für den nötigen Schub. Doch nicht nur die Pioniere der Luftfahrt setzten auf nichtrostende Stähle. 1936 lief der legendäre Luxusliner RMS Queen Mary in Southampton vom Stapel. Seit damals geben Einrichtung, Innenverkleidungen, Beschläge, Handläufe oder auch komplette Rohrleitungssysteme für Trinkwasser und Entsorgung aus Edelstahl Kreuzfahrtschiffen, Yachten und Fähren die gewünschte, luxuriöse Anmutung. Die wartungsarme Funktionalität im aggressiven Meeresklima macht Edelstahl Rostfrei mit Qualitätssiegel im Schiffbau einfach unentbehrlich. 

Solider Partner

Edelstahl Rostfrei ist ein gefragter

Edelstahl Rostfrei ist ein gefragter

Werkstoff in der Medizintechnik.

© WZV / GROHE AG

In der Medizin ist die Widerstandsfähigkeit des Werkstoffs, die selbst häufiger Sterilisierung und Desinfektion problemlos standhält, seit fast 100 Jahren unersetzlich geworden. Sogar bei mechanischer, thermischer oder chemischer Dauerbeanspruchung wird die glatte und harte Werkstoffoberfläche weder rau noch rissig, so dass sich auch bei intensivem Gebrauch keine Bakterien und Pilze ansiedeln. Aus gutem Grund sind Geräte, Werkzeuge oder Räumlichkeiten aus nichtrostendem Stahl im medizinischen Umfeld eine Selbstverständlichkeit. Auch die Lebensmittelindustrie vertraut auf die spezifische Oberflächenbeschaffenheit des Werkstoffs. Seine problemlose, keimfreie Reinigung verhindert zuverlässig, dass ein Nährboden für Mikroorganismen entsteht. 

Ausgezeichnet im Haushalt

1921 erschien das erste rostfreie Besteck, immer mehr Gegenstände des täglichen Bedarfs folgten. In den 50ern entwarf der Pionier des Industriedesigns, Wilhelm Wagenfeld, eine Vielzahl legendärer Gebrauchsgüter aus Edelstahl Rostfrei. Die organische Form seiner industriell hergestellten Bestecke, Schalen, Eierbecher, Pfeffer- und Salzstreuer, Butterdosen und Vasen verschaffte ihm ebenso wie dem modern anmutenden Werkstoff weltweite Anerkennung. Das Land erblühte im Wirtschaftswunder und die entstehende Konsumgesellschaft genoss immer neue Erfindungen und Statussymbole aus Edelstahl. 1956 revolutionierten die ersten nichtrostenden Rasierklingen die Bartpflege. 1958 begann der Siegeszug der Waschmaschine mit Trommeln aus Edelstahl. Spülen aus dem pflegeleichten, dauerhaft blanken Werkstoff wurden zum Inbegriff moderner Küchenausstattung. Unaufhaltsam baute Edelstahl Rostfrei mit Qualitätssiegel fortan seine führende Rolle aus bei Kochgeschirr, Kücheneinrichtungen, Armaturen, Sanitärobjekten, Heizungen, Haushaltsgeräten sowie Accessoires für Küche und Bad. Seine zeitlose Ästhetik, pflegeleichte Beständigkeit und erschwingliche Funktionalität machen ihn zum Klassiker modernen Lebensgefühls.

Sympathischer Primus

Multifunktional, wartungsarm und hochbelastbar erschließt Edelstahl Rostfrei seit 100 Jahren in allen Lebensbereichen permanent neue Anwendungen. Zeitlos zeitgemäß trägt er steigenden Erwartungen an Umweltverträglichkeit, Werterhalt und Wirtschaftlichkeit Rechnung. Anwendungsbezogen optimale Werkstoffqualität und Verarbeitung machen Edelstahl Rostfrei mit Qualitätssiegel in immer neuen Produkten zur universell gefragten Lösung. Die Rückbesinnung auf Nachhaltigkeit und ein nahezu grenzenloses Leistungsspektrum verhelfen ihm zu ewiger Jugend. Happy Birthday Edelstahl Rostfrei

 
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