Von edler Gestalt

Skulpturen, die berühren

Die Edelstahl-Plastik I‘m Alive bezieht ihre lebendige

Die Edelstahl-Plastik I‘m Alive bezieht ihre lebendige

Wirkung aus der fließenden Formgebung.

© WZV /tew-welt-der-form

Im Wettbewerb um Attraktivität setzen immer mehr Städte auf Leitbilder, um die Lebens- und Wohnqualität zu steigern. Kunst und Kultur gelten dabei als unverzichtbare weiche Standortfaktoren. In diesem Spannungsfeld von Ästhetik, Repräsentativität und Beständigkeit übernehmen weltweit Skulpturen aus Edelstahl Rostfrei eine Schlüsselfunktion. So nutzen die wichtigsten und gefragtesten Bildhauer nichtrostenden Stahl für ihre Kunstwerke, die nicht selten zu Wahrzeichen der Städte und in der Folge zu viel bestaunten Touristenattraktionen werden. Eine entscheidende Rolle bei dieser Materialwahl spielt das außergewöhnliche Eigenschaftsspektrum des Werkstoffs, der die Möglichkeit zur freien Formgebung und unbegrenzter Ausdruckskraft mit dauerhafter Korrosionsbeständigkeit paart.

Leerstände, Attraktivitätsverlust und Abwanderung kennzeichnen in unzähligen Städten die Situation. Gleichzeitig buhlen Metropolen um globale Aufmerksamkeit und Prestige als Wirtschafts- und Lebensraum. Immer spektakulärere Bauten, atemberaubende Installationen und Events sollen von ihnen reden machen. Neu ist dieses Phänomen keineswegs: Seit Jahrtausenden prägen Tempel, Kathedralen, Paläste, Kulturbauten oder Denkmäler Städte auf der ganzen Welt. Ob Pyramide, Hochhaus oder Reiterstandbild: Außergewöhnliche Bauwerke waren und sind nicht nur Spiegel der jeweiligen Gesellschaft, sondern auch der Drang, die eigene Bedeutung zu betonen. Um das öffentliche Image durch eine unverwechselbare Identität auf- und auszubauen, folgt Stadtplanung heute jedoch immer häufiger einem Masterplan, dessen Leitbild Lebens- und Standortqualität ist. Zu dieser angestrebten Einzigartigkeit und Attraktivität tragen die weichen Faktoren einer Stadt maßgeblich bei. Untrennbar damit verbunden sind Kunst und Kultur, die sich längst zu bedeutenden Standort- und Wirtschaftsfaktoren entwickelt haben. Das verdanken sie eben nicht nur ihrer dekorativen Wirkung, sondern auch ihrer Rolle als beredter Botschafter einer Stadt, eines Gebäudes oder von deren Funktion. Viele dieser öffentlichen Kunstwerke sind aus Edelstahl Rostfrei. In den 1950er-Jahren wurde der Werkstoff für skulpturale Gestaltung entdeckt und gewann ab 1960 rasch an Bedeutung – insbesondere für Plastiken im öffentlichen Raum.

Magische Wirkung durch Spiegelglanz

Jeff Koons Tulips erhalten durch über 10.000 Stunden

Jeff Koons Tulips erhalten durch über 10.000 Stunden

Schleifen, Polieren und Lackieren ihre unverwechselbare

Optik. © WZV / NORD/LB

Eine silbrige, oftmals spiegelpolierte Oberfläche verleiht den vielfach tonnenschweren Objekten die Anmutung von Eleganz und Leichtigkeit. Jeff Koons, einer der teuersten und gegenwärtig gefragtesten zeitgenössischen Bildhauer der Welt, hat sich diese Eigenschaft in seinen farbenfrohen Plastiken wie kaum ein anderer Künstler zu eigen gemacht. Seine Luftballonfiguren nachempfundenen, überdimensionalen Skulpturen aus Edelstahl Rostfrei wie die Balloon Dogs, Tulips oder Balloon Flowers begeistern seit den 1990er-Jahren die Welt und erzielen mit über 40 Millionen Euro geradezu astronomische Verkaufspreise. Gefertigt werden die schwerelos wirkenden, aber bis zu 30 Tonnen wiegenden Kunstwerke in deutschen Gießereien. Nach dem Guss erhalten sie hier auch handgeformte Verzierungen und das charakteristische Finish. Weit über 10.000 Arbeitsstunden Schleifen, Polieren und Lackieren fallen an, um Koons gigantischen Blumen, Hunden oder Herzen ihre unverwechselbare Optik zu verleihen. Um den Glanz des Edelstahls zu erhalten, wird die Oberfläche nach jedem Auftrag des transparenten Farblacks wieder geschliffen und poliert. Im Zusammenspiel mit der überbordenden Farbigkeit verleiht sie Koons Kunstwerken ihre magische Wirkung.

Ein Effekt, auf den auch der deutsche Künstler Horst Gläsker bei seiner Skulpturengruppe für den neuen Justizpalast in Luxemburg setzte. Vier 1,80 Meter hohe Vasen in den Farben Rot, Türkis, Gold und Blau symbolisieren die Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft. Ihre spiegelpolierte Oberfläche reflektiert Licht und Umgebung, sodass ein permanenter Dialog entsteht. Eine optisch nahtlose Spiegeloberfläche kennzeichnet auch eine der bekanntesten und zugleich größten Edelstahlskulpturen der Welt: Anish Kapoors Cloud Gate in Chicago, vom Volksmund The Bean genannt. Inspiriert von flüssigem Quecksilber ließ er die über zehn Meter hohe, 13 Meter breite und 20 Meter lange Plastik aus 168 großen Edelstahlplatten schweißen. Sie formen einen voluminösen Bogen, der sich an zwei Seiten wie ein Tor auf 3,60 Meter Höhe hebt und zum Betreten des Innenraums der Skulptur einlädt. Die spiegelnde Oberfläche verleiht dem 100 Tonnen Koloss seine faszinierende optische Leichtigkeit.

Bei dem Entwurf seines Cloud Gate wurde Anish

Bei dem Entwurf seines Cloud Gate wurde Anish

Kapoors von flüssigem Quecksilber inspiriert. © WZV

Durch den fortwährenden Austausch spiegelpolierter Edelstahlflächen mit der Umgebung wirken Kunstwerke aus nichtrostendem Stahl mit diesem Finish ungewöhnlich lebendig. Beispielhaft hierfür steht auch die Plastik I’m Alive von Tony Cragg am Opernhaus in Wuppertal. Wie ein schlangenähnliches Fabelwesen, das gerade untertauchen möchte, windet sich ihr mächtiger Körper, der sich vom Kopf bis zur Schwanzspitze kontinuierlich verjüngt. Ihre geradezu lebendige Wirkung bezieht sie aus der fließenden Formgebung, der die Spiegelungen der vorbeifahrenden Autos zusätzliche Dynamik verleihen. Wasser und Schiffen statt Straße und Autos verdankt Han, der vom Künstlerduo Elmgreen & Dragset entworfene Meerjunge in Dänemark, seine berührende Anmut. Mit Blickkontakt zu Kopenhagens Wahrzeichen, der weltberühmten Kleinen Meerjungfrau, wird der lebensgroße Jüngling im Hafen von Helsingör zu ihrem zeitgenössischen Pendant. Auch er sitzt auf einer Klippe und blickt sehnsüchtig auf das Meer. Die auf Hochglanz polierte Edelstahlhaut von Figur und Klippe wurde verzerrfrei gearbeitet, sodass die Reflektionen der Umgebung besondere Tiefenschärfe erhalten. Trotz seiner 800 Kilo und Lebensgröße wirkt das Kunstwerk leicht und filigran.

Starkes Zusammenspiel

Ganz anders Ikarus von Volkmar Haase in Celle. Die monumentale Skulptur mit kubistischen Anklängen schichtet und verwindet geometrische Körper zu einem imposanten Konstrukt mit archaischer Ausdruckskraft. Sie steht beispielhaft für das Zusammenspiel von Form, Dynamik und Materialität, das eine Vielzahl an Kunstwerken aus Edelstahl Rostfrei im öffentlichen Raum kennzeichnet. Stellvertretend dafür steht auch die Skulptur von Erich Hauser vor dem Neubau der Düsseldorfer Börse, die das Auf und Ab des Kursverlaufs künstlerisch interpretiert. In Prag lenkt die elf Meter hohe Büste des Schriftstellers Franz Kafka, gefertigt aus 42 gigantischen, beweglichen Ebenen aus Edelstahl Rostfrei alle Blicke auf sich. Der tschechische Künstler David Cerny entwarf die drehbare, 39 Tonnen schwere Großskulptur, deren Elemente durch innenliegende Motoren bewegt werden. Wie überdimensionale Scherenschnitte wirken hingegen die Figuren der Skulpturengruppe Diese Männer und Frauen von Horst Antes am Bertha-von-Suttner-Platz in Düsseldorf: Gefertigt aus zwei Zentimeter dicken Edelstahlplatten lassen sie im Miteinander den Eindruck von Räumlichkeit entstehen.

Die 11 Meter hohe Büste des Schriftstellers Franz

Die 11 Meter hohe Büste des Schriftstellers Franz

Kafka wurde aus 42 beweglichen Ebenen aus

rostfreiem Edelstahl gefertigt. WZV / Prague City

Tourism / Richard Horak

Ob dünnwandige, zugleich höchst stabile Konstruktionen oder massive, aus dem Vollen gefräste oder geschnittene Arbeiten: Neben der außergewöhnlichen Ästhetik prädestinieren die mechanischen Eigenschaften Edelstahl Rostfrei als Werkstoff für künstlerische Gestaltung. Er lässt sich hervorragend umformen, trennen oder fügen. Dank der spezifischen Festigkeit und Bruchdehnung im Zusammenspiel mit der hohen Kaltverfestigungsneigung können sehr komplexe und nahtlose dreidimensionale Formen gefertigt werden. Dennoch bleiben die für öffentliche Objekte unverzichtbare mechanische Belastbarkeit und dauerhafte Korrosionsbeständigkeit erhalten. Unabhängig von der Wahl der Oberflächengestaltung – geschliffen, gebürstet, hochglanzpoliert oder matt gestrahlt – behalten die Kunstwerke ihre Widerstandsfähigkeit gegen Witterungseinflüsse jeder Art. In Küstenregionen mit aggressiver Meeresatmosphäre bewahren entsprechend höher legierter Werkstoff und metallisch blanke, vollständig passivierte Oberflächen die Schönheit der Skulpturen für Jahrzehnte. Die werkstoffbedingte Robustheit gegen Abnutzung und Graffiti sowie minimaler Pflege- und Instandhaltungsaufwand tragen zudem wirtschaftlichen Überlegungen der Städte Rechnung. Erste Adresse für sachgemäßen Werkstoffeinsatz und fachgerechte Verarbeitung sind Fachbetriebe, die das Qualitätssiegel Edelstahl Rostfrei tragen. Sie gewährleisten, dass die Kunstwerke mit ihrer edlen Gestalt die Menschen auf Jahrzehnte berühren.

 
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