Deko & Design / Bauen & Renovieren
Glänzende Karriere:

Edelstahl Rostfrei von seiner schönsten Seite

Jeff Koons ist ein Faszinosum: Als einer der erfolgreichsten und zugleich umstrittensten Künstler der Welt wurde er in diesem Jahr 65 Jahre alt. Sein erstes Bild verkaufte er bereits vor 54 Jahren im elterlichen Möbelgeschäft. Den unbefangenen Blick eines Kindes hat er sich bis heute bewahrt: So reicht sein Motivrepertoire von bunt schillernden Tieren, Blumen, Herzen oder Comichelden aus Edelstahl Rostfrei in Luftballonoptik bis hin zu Popstars, Nippesfiguren und pornografischen Posen aus Porzellan. Aus Überzeugung macht Jeff Koons Kunst für die Masse – unbeeindruckt von negativen Kommentaren vieler Kunstkritiker. Der Erfolg gibt ihm und seinen spiegelnden Skulpturen Recht: Regelmäßig erzielt er damit auf dem internationalen Kunstmarkt Höchstpreise unter den Werken lebender Künstler. Den aktuellen Rekord hält sein im Mai 2019 für 91 Millionen US-Dollar versteigerter silberner Balloon-Rabbit. Seine Bekanntheit teilt Jeff Koons sich sprichwörtlich mit seinen bunten Balloon-Dogs, die schon früh zu seinem Markenzeichen wurden. Ihre unverwechselbare Optik verdanken sie wie all die anderen metallisch-glänzenden Ballon-Skulpturen höchster handwerklicher Präzision und erstklassigem Edelstahl Rostfrei aus Deutschland.

Seine unbekümmerte Kreativität paart der studierte Kunsthistoriker Jeff Koons mit ausgeprägtem Gespür für Werbewirkung. Immer wieder zitiert er in seinen Arbeiten berühmte Werke von der Antike bis heute und sah sich deshalb auch bereits wiederholt mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert. Berührungsängste hat er nicht. Ob Edelstahl-Repliken von Alltagskitsch, Sex-Skulpturen mit Pornostar Cicciolina, Gestaltung eines BMW M3 GT2 Wagens für das legendäre 24-Stunden-Rennen von Le Mans, Weinetiketten für das Nobelweingut Château Mouton-Rothschild oder ein Album-Cover für Lady Gaga: Was Jeff Koons anpackt, wird zum Erfolgsprodukt. Er macht Kitsch zu hochbezahlter Kunst. Für die Popkultur ist der Konzeptkünstler deshalb oberste Instanz. Seit Ende der 1970er-Jahre verfremdet Jeff Koons Alltagsgegenstände. Eines seiner ersten Werke war ein pinkfarbenes Aufblashäschen, das er auf einen Spiegel setzte. Die Weiterentwicklung dieser Idee begründete seinen späteren Weltruhm: 1986 ließ er dieses Häschen als überlebensgroße Skulptur in Edelstahl gießen und auf Hochglanz polieren. Dabei fehlten weder die für die Aufblasfigur typische Faltenbildung an Ohren, Bauch und Beinen, noch die Seitennähte oder die Ventilöffnung am Hinterkopf, sodass die Edelstahlskulptur wie ein aufgepumptes Plastikhäschen aussah. Zwischen 1994 und 2000 entstanden die drei Meter hohen Balloon-Dogs in unterschiedlichen Formen und Farben, die bis heute zu seinen populärsten Objekten zählen. Immer weitere Motive in Luftballonoptik wie Schwäne, Delphine, Blumenbouquets, Herzen, Hulk, Popeye, Tweety, Ballerinas oder Venuskörper folgten – und das in immer neuen Varianten. Auch das Wahrzeichen der Stadt Münster, den bronzenen Kiepenkerl am Spiekerhof, ließ Jeff Koons als originalgetreue Kopie aus Hochglanz poliertem Edelstahl nachbauen. Allesamt tonnenschwere Skulpturen, deren optische Leichtigkeit und spiegelnde Oberfläche die Menschen bis heute auf der ganzen Welt in ihren Bann ziehen.

Berühmte Blumen

Weltberühmt sind die Balloon-Flowers – metallisch glänzende Riesenblüten in Blau, Magenta, Orange, Gelb und Rot, die trotz ihres extremen Gewichts und dreieinhalb Meter Höhe so wirken, als ob sie jeden Moment vom Wind emporgetragen werden könnten. Die erste davon war blau-metallisch und markierte den Beginn der Zusammenarbeit von Jeff Koons mit dem thüringischen Familienbetrieb Arnolds. Fortan setzte der US-amerikanische Starkünstler auf dessen Handwerkskunst und Edelstahl Rostfrei made in Germany. So auch für die mannshohen Cracked Eggs, die Hanging Hearts oder die Tulips – weltweit gefeierte Ikonen der Popart. Für die Tulips, die unter anderem heute vor dem Guggenheim Museum in Bilbao stehen, wurden jeweils sieben Tulpen – jede davon fünf Meter lang und 500 Kilogramm schwer – zu einem liegenden Blumenstrauß arrangiert. Auch ein anderer – zuletzt heftig diskutierter – Tulpenstrauß wurde nach dem Entwurf von Jeff Koons in Deutschland gefertigt: Die 33 Tonnen schwere, elf Meter hohe Riesenskulptur, die der Künstler zum Gedenken der Pariser Terroropfer vom 13. November 2015 entwarf, steht hinter dem Petit Palais, dem Museum der Schönen Künste in Paris. Elf monumentale Tulpen – eine zwölfte fehlt als Symbol des Verlusts –, die eine überdimensional große Hand in die Höhe hält. Die spontane Assoziation mit der New Yorker Freiheitsstatue und ihrer Fackel versteht Koons als Zeichen der Verbundenheit.

Handwerkliche Präzision

Allen genannten Werken gemeinsam ist ihr schöner Schein: Die spiegelpolierten Oberflächen wirken elegant und spielerisch zugleich und verleihen den Skulpturen eine magische Wirkung. Betrachter, Licht und Farben werden in ihren wechselnden Konstellationen reflektiert, sodass die Glanzstücke unmittelbar mit ihrer Umgebung in Beziehung treten. Die naive Anmutung seiner Luftballonfiguren paart Jeff Koons mit absolutem Perfektionismus. Von der Idee bis zur Fertigstellung vergehen oftmals Jahre. Ausgangspunkt ist Alltägliches, das den Künstler zu einer Neuinterpretation in Edelstahl veranlasst. Die Entwürfe entstehen in seinem 1.500 Quadratmeter großen New Yorker Atelier, wo er – wie die alten Meister in der Renaissance – eine höchst professionell aufgestellte Manufaktur betreibt. Über 80 Mitarbeiter arbeiten hier im Entwurfsstudio, in der Mal- und Modellabteilung an der Umsetzung der künstlerischen Idee. Die finale Version aller Entwürfe der Inflatables, wie die Ballonskulpturen auch genannt werden, geht seit über 20 Jahren als 3D-Animation – manchmal zusätzlich als Miniatur-Gipsmodell – über den großen Teich ins thüringische Städtchen Steinbach-Hallenberg. Dort werden sie mit höchster Handwerkskunst in aufwendigen, über große Strecken manuellen Prozessen gefertigt. Um die Vision des Künstlers bis ins Detail perfekt umzusetzen, entwickeln die Metallbearbeiter in Thüringen zunächst das Engineering der stählernen Konstruktion. Nicht selten sind dafür auch neue Methoden der handwerklichen Bearbeitung erforderlich, damit die immer komplexeren und größeren Skulpturen überhaupt realisierbar sind. Im nächsten Schritt wird das 3D-Modell aus dem New Yorker Atelier in geplanter Originalgröße aus Gips nachgebaut. Von diesem Modell wird ein Negativ-Abdruck genommen und eine sorgsam gefertigte doppelwandige Gussform erstellt. Sie wird mit flüssigem Edelstahl Rostfrei verfüllt, sodass eine etwa drei Zentimeter dicke Kontur entsteht. Jedes Element eines Kunstwerks wird einzeln gefertigt. Kleinere Teile und Verzierungen werden von Hand aus Edelstahl-Blech geformt und montiert. Ihr charakteristisches Finish erhalten die Kunstwerke durch einen extrem aufwendigen Schleif- und Polierprozess: Die Bearbeitung einer zehn Quadratzentimeter großen Fläche kann bis zu einer Woche dauern, da hierfür auch Instrumente eingesetzt werden, die sonst nur Zahntechniker benutzen. Vor dem Lackieren erhält die hochglanzpolierte Oberfläche aus Edelstahl Rostfrei eine Grundierung. Anschließend werden bis zu 14 Lackschichten aufgetragen, um den von Jeff Koons exakt vorgegebenen Farbton zu erzielen. Nach jedem Lackauftrag wird das Objekt immer wieder komplett geschliffen und spiegelpoliert, damit der Glanz des Edelstahls erhalten bleibt. Den Abschluss bildet eine Schicht aus Klarlack, die die Farbe vor dem Ausbleichen durch UV-Strahlung schützt. So erfordert die Anfertigung einer solchen Skulptur zu 15.000 Stunden akribischer Sorgfalt. Die perfekte Ausführung überprüft Jeff Koons persönlich höchst pedantisch.

Erstklassiger Edelstahl

Von entscheidender Bedeutung für die Abnahme durch den Künstler sind optimale Materialauswahl und -verarbeitung. Edelstahl Rostfrei mit Qualitätssiegel wird den hohen Ansprüchen von Jeff Koons gerecht. Neben außergewöhnlicher Ästhetik prädestinieren den Werkstoff seine mechanischen Eigenschaften für die herausfordernde Gestaltung. So lässt sich der nichtrostende Stahl nicht nur optimal umformen, trennen und fügen. Dank seiner spezifischen Festigkeit und Bruchdehnung im Zusammenspiel mit der hohen Kaltverfestigungsneigung können auch die für Jeff Koons Werke charakteristischen Formen – komplex und dünnwandig zugleich – gefertigt werden. Zudem erhalten die Objekte die für den öffentlichen Raum unverzichtbare mechanische Robustheit und dauerhafte Korrosionsbeständigkeit. Die überbordende Kreativität des Künstlers begründete die steile Karriere des Werkstoffs in der Kunstszene. Eine Fülle glänzender Beispiele für die wunderbare Wirkung von Jeff Koons Kunstwerken aus Edelstahl Rostfrei ist auf der ganzen Welt zu finden. In allen Größen, Farben und Formen – unangepasst, fröhlich und lebensnah. Wie Jeff Koons mit seinen 65 Jahren: Auch er ist nach wie vor kein bisschen leise. Happy Birthday, Mr. Balloon!

Pressekontakt
impetus.PR
Ursula Herrling-Tusch
Charlottenburger Allee 27–29
D-52068 Aachen
Telefon: +49 (0) 241/189 25-10
Telefax: +49 (0) 241/189 25-29
E-Mail: herrling-tusch@impetus-pr.de
Internet: www.impetus-pr.de